Unterwegs im Lausitzer Seenland
Zum Karfreitag haben wir die Räder “Huckepack” genommen und sind in die Lausitz gefahren. Haben das Auto dort am Knappensee geparkt und sind eine entspannte 65km-Runde gefahren:
Knappensee-Knappenrode-Dreiweiberner See-Weißkollm-Scheibe See-Burg-Bernsteinsee-Spreetaler See-Hoyerswerda-Knappensee.

Der mensch kommt nur alle 22 Jahre in diese Gegend, war dort in Neunzehnsiebenundachtzig zum Wintereinsatz in der Kohle (Tagebau Lohsa, Brikettfabrik Knappenrode und in Boxberg auch). Damals war das, als ich noch die Uniform dieser heuer längst vergangenen deutschen Republik trug …
Wie auch immer, das Bild der Landschaft hat sich nachhaltig verändert – die riesigen Löcher der Tagebaue sind weitgehend verschwunden (sie werden in eine vom Menschen geschaffene Seenlandschaft verwandelt) und die alte Brikettfabrik in Knappenrode (ich erinnere mich an die mit Dampf betriebenen uralten Pressen) heißt nun Energie-Fabrik und beherbergt das Sächsische Industrie-Museum. Wobei wir diesen Besuch vertagt haben – nicht bei diesem Wetter ins Museum – wir holen das später einmal nach.

Ganz kurz noch zur Strecke: ein superb ausgebautes Radwegenetz – abseits der großen Straßen – sorgt für zügiges Vorankommen. Die Landschaft ist nicht wirklich liebreizend zu nennen, hat allerdings ihren eigenen Charme: weite Kiefernwälder und natürlich die genannten Seen sorgen für eine abwechslungsreiche Tour. Die Beschilderung ist zum Teil sehr gut und zum Teil schlicht nicht vorhanden, deshalb sollte eine gute Karte unbedingt dabei sein … Last but not least: was um die Seen herum auch gut geht und vom einheimischen Volksstamm eifrig betrieben wird ist: Skaten.
