Nachlese
In Sachen Leinwand und Bühne…
Zum einen natürlich der Pflichtbesuch im “Parfüm“. Mein Fazit: solide Arbeit, wenn auch nicht nachhaltig beeindruckend. Gute Bilder und Ben Whishaw ganz groß in der Rolle des Jean-Baptiste Grenouille. Dazu einige Längen – die ich allerdings bereits bei der Lektüre erfahren habe. Insofern hat sich das Team m.E. korrekt an die Vorlage gehalten.
Zum anderen Dürrenmatt’s Physiker – auf den Brettern, die manch einem die Welt bedeuten… Seinerzeit (1962) im Thema brandaktuell trifft die Moral von der Geschicht heute leider immer noch des Pudels Kern:
… und irgendwo um einen kleinen, gelben, namenlosen Stern kreist, sinnlos, immerzu, die radioaktive Erde.
Neben der Gewichtigkeit der Aussage angenehm in Szene gesetzt und bravourös gespielt von den Protagonisten des zukünftigen(?) Dresdner Stadttheaters – ein Besuch lohnt.
